Analyse der Personalengpässe

Analyse der Personalengpässe in den ambulanten und stationären Einrichtungen

Eine Analyse der PWC AG aus dem Jahr 2010 zeigt deutlich die Personalengpässe im Gesundheitswesen für die kommenden Jahre auf:

Die Grafik zeigt das Personalangebot und die ­Nachfrage (ärztliche und nicht­ärztliche Fachkräfte) für die ambulanten und stationären Einrichtungen im Gesundheitswesen in den kommenden Jahren bis 2030.

.Personalangebot und die ­Nachfrage 1

Personalangebot und die ­Nachfrage 2

PWC hat den Zeitraum bis 2030 gewählt, da durch die demografische Entwicklung nach 2020 einschneidende Veränderungen eintreten werden:

  • Massive Zunahme der Personalengpässe
  • Durch die demografische Entwicklung auf Seite der Stellenangebote steigender Bedarf und leicht rückläufige Absolventenzahlen
  • Steigende Leistungsnachfrage bedingt durch steigende Lebenserwartung und sinkende Morbidität

Engpässe beim ärztlichen Personal

Die Berechnungsergebnisse von PWC zeigen, dass - wie aktuelle Studien belegen - bereits jetzt Personal Engpässe im Berufsfeld Arzt bestehen. 2010 fehlten in Deutschland bereits mehr als 17.000 ärztliche Vollzeitkräfte. Die Anzahl der nichte besetzten Arztstellen steigt pro Hahr kontinuierlich weiter. Man rechnet auf das HJahr 2020 hoch: "Während im Jahr 2020 „nur“ circa 56.000 ärztliche Vollzeitkräfte fehlen, wird sich diese Zahl bis zum Jahr 2030 nochmals deutlich erhöhen. Nach unseren Prognosen werden bis zum Jahr 2030 mehr als doppelt so viele Ärzte in Deutschland fehlen als im Jahr 2020. Mit gut 165.000 fehlen knapp 42 % der in im Jahr 2020 in den ambulanten und stationären Einrichtungen nachgefragten Ärzte." (Quelle: S.36)

Engpässe beim nicht­ärztlichen Personal im Gesundheitswesen

PWC rechnete für 2010 und 2011 beim nicht­ärztlichen mit einem geringeren Personaleng­pass. Aktuelle Zahlen zeigen aber, dass qualifizierte Fachkräfte bereits jetzt sehr schwer gefunden werden können.

Aber durch o.g. Gründe wird auch in diesem Bereich, wie beim ärztlichen Personal, sich die Lage der Stellenbesetzung radikal verschlechtern: 2020 bleiben 10% der Stellen unbesetzt, d.h. 140.000 Vollzeitkräfte fehlen. Und wie bei den Ärzten nimmt diese Zahl bis 2030 zu: 786.000 Vollzeitkräfte fehlen beim nicht­ärztlichen Personal

Quelle: Fachkräftemangel - Stationärer und ambulanter Bereich bis zum Jahr 2030, Herausgegeben von PricewaterhouseCoopers AG